Die ideale Stadt von morgen

Ja, es w√§re sch√∂n, wenn man diese noch einmal entwerfen und entwickeln k√∂nnte, und am besten m√∂glichst frei von allen Zw√§ngen. Doch wir leben in ganz anderen Zeiten. Die Herausforderungen sind vielf√§ltig und enorm und die Lage komplex. Nirgends kann man ohne Ankn√ľpfung an das Vorhandene und ohne R√ľcksicht auf die Interessen der Vorhandenen agieren. Das gilt auch und vor allem bei den neuen Stadteilen, die mit dem Run auf die Metropolen notwendig werden und jetzt hie und da auch geplant werden. Aus strategischer Sicht m√ľsste bei diesen Neuplanungen vieles grunds√§tzlich offen gehalten werden, denn die Zukunft ist unvorhersehbar. Anderseits sollte man sich nicht scheuen, sie, die Stadtteile und die Zukunft, tatkr√§ftig und mit √úberzeug zu gestalten.

Der Deutschlandfunk hat in seiner Sendereihe L√§nderzeit unter demselben Titel wie hier vor Kurzem versucht, mit Experten im Studio bzw. am Telefon und H√∂rern von drau√üen (per Mail oder Telefon eingebracht bzw. zugeschaltet) nach Visionen f√ľr die Stadt der Zukunft zu fragen. Lange besch√§ftige man sich dabei mit der Analyse des heutigen Zustands und echte Visionen waren rar, wenn man einmal von kostenfreiem √∂ffentlichem Personennahverkehr und energieautarken Siedlungseinheiten absieht. Das Offenhalten von Optionen war gar nicht Thema. Aber L√∂sungen blitzten durch, wenn etwa die Pr√§sidentin unserer Akademie, Prof. Dr. Elisabeth Merk, die als Stadtbaur√§tin von M√ľnchen an der Diskussion teilnahm, darauf hinwies, dass notwendige Infrastrukturen fr√ľh angegangen werden m√ľssen, denn sie brauchen in ihrer Planung, Finanzierung und Umsetzung am meisten Zeit, oder wenn sie die F√∂rderung der Genossenschaften als Partner f√ľr lebendige Quartiere und Wohnungsbau, den man sich noch leisten kann, forderte.

An zwei Stellen wurden interessante Referenzen genannt: einmal das Projekt „Migrants4Cities“ in Mannheim, das gut zu unserem aktuellen Schwerpunktthema Migration passt, und das Projekt „Dietzenbach 2030“ aus unserer Region, bei dem B√ľrger aktiv an der Stadtentwicklungsplanung und deren Umsetzung (!) beteiligt wurden.

Wir lassen die Links hier unkommentiert stehen und empfehlen die ganze Sendung zum Nachhören.

 

26. August 2017 von Anke Kochenburger
Kategorien: B√ľrgerbeteiligung, Diskussion, Gr√ľn und Freiraum, Immobilien, Infrastruktur, Personalia, Politik, Regionalentwicklung, St√§dtebau, Stadtentwicklung, Verkehr und Mobilit√§t, Wohnen | Schlagw√∂rter: , , , | Schreibe einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert

Datenschutz ist uns wichtig!
Die Angaben, welche Sie im Kommentarformular eingeben, machen Sie auf freiwilliger Basis. Der Name wird sp√§ter mit dem Kommentar angezeigt. Geben Sie keinen Namen an, wird sp√§ter "Anonymous" angezeigt. Ihre E-Mailadresse ist f√ľr andere Besucher der Webseite nicht sichtbar. Mit dem Speichern des Kommentars wird Ihre IP-Adresse gespeichert. Das geschieht, damit wir Spam-Kommentare aussortieren k√∂nnen. Wir geben Ihre Daten nicht an Dritte weiter!
Mehr zu unseren Datenschutzeinstellungen können Sie hier lesen.


eins + dreizehn =